Angelehnt an die "Sechs steilen Thesen" möchte ich hier folgende Gegenthese aufstellen:
Es ist genau eine These, von der im Rückwärtsgang Argumente gesucht wurden.
Nämlich die sechste der Thesen. Ausgehend von der Idee, daß die Parteien eine funktionierende Online-Plattform brauchen, werden die 5 Argumente vorher entwickelt. Das läßt sich relativ leicht begründen. Und zwar im Vorwärtsgang wie folgt:
These Nummer 1:
Onlinewahlkampf funktioniert nicht, weil es keinen Onlinewahlkampf gibt.
Antwort Nummer 1:
Wenn man der Berichterstattung der letzten Wochen folgt, könnte man zu dem Eindruck gelangen, Minister zu Guttenberg habe Hochverrat begangen. Die Rücktrittsforderungen aus der Opposition sind nur der letzte Beitrag im immer hysterischeren Geschrei. Versucht man, zu beleuchten, worum es eigentlich geht, bleibt eigentlich nur ein Rückschluß übrig: Minister zu Guttenberg ist für alle Oppositionspolitiker zu populär, als das man in Kauf nehmen könnte, daß er in 5 Jahren noch aktiv in der Bundespolitik ist.
Ich habs ja schon mal gesagt. Und ich bleib dabei: Opel wird nicht verkauft. Nachdem sie schon wieder nen Ballon gestartet haben, der vor dem Abheben schon wieder in sich zusammen gesackt ist, wird das mit Opel so langsam echt langweilig: wer hätte es gedacht: GM will nicht verkaufen. Warum auch? Wenn wir doch auch an GM 4,5 Milliarden Euro Kredit geben würden. Quelle: mal wieder Der Spiegel.
Wer glaubt noch an einen Verkauf? Ich schon lange nicht mehr...
Man mag über Thilo Sarrazin denken was man will, und man mag über ihn auch sagen will. Vor allem sein ruppiger Ton und seine manchmal deplazierten Aussagen, die inhaltlich schon nur noch selten als Provokation geeignet sind, machen ihn zu einem enfant terrible der deutschen Politik und Gesellschaft.
So sehr ich Andre Vatter vom Basic Thinking Blog recht gebe, wenn er fordert, daß wir auf die Straße gehen sollen und unser Umfeld über die Kurzsichtigkeit einiger Politiker aufklären sollen, so sehr muß ich ihm doch widersprechen, daß Polemik dazu das Mittel der Wahl ist.
Meine Argumente liefert er in seinem Artikel gleich mit:
Es wird Zeit, mein diesjähriges Wahlexperiment zu starten, und ich möchte Euch alle dazu aufrufen, mitzumachen. Es geht wie folgt (und ist wirklich ganz einfach):
2000 sogenannte Cybercops - das fordert der Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft. Warum auch nicht. Dann sind sie immerhin virtuell und nicht real. Könnte man sagen. Man könnte auch der Meinung sein, daß das schon in Ordnung geht - wir haben auch Streifenpolizisten auf den Straßen. Wenige zwar, und schon gar nicht mehr zu Fuß. Sagt zumindest das Law Blog. Glaub ich auch. Denn zu Hause hab ich davon schon lange keinen einen mehr gesehen. Weder zu Fuß noch im Auto.
Neulich in einem Gespräch habe ich die Prognose gewagt, daß wir in 10 Jahren dafür demonstrieren werden, unser Grundgesetz aus dem Jahr 2009 wieder zu bekommen. Warum ich gerade jetzt wieder darauf komme, weiß ich nicht. Wahrscheinlich, weil ich mich an einen Artikel erinnere, in dem darauf hingewiesen wird, daß das Grundgesetz nicht die Rechtfertigung für immer neue Grundrechtseingriffe durch neue Gesetze ist, sondern uns als einfache Bürger genau davor schützen soll....